Drei ultimative Schlüssel zu wachsender Sozialkompetenz

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Deine Sozialkompetenz weiterzuentwickeln, kann dich schnell mal überfordern!

Überfordern? Warum?

Erste Überforderung: Definition

Wenn du dich mal umhörst, was denn nun Sozialkompetenz genau ist, wirst du unzählige unterschiedliche Erklärungen und Definitionen erhalten. Nur schon diese Frage zu wälzen, kann das Empfinden einer leichteren oder schwereren Überforderung auslösen.

Im ersten Beitrag dieses Blogs bin ich dieser Frage bereits einmal nachgegangen. Um die Überforderung des Definierers mindestens teilweise zu lösen, hier noch einmal zusammengefasst mein Verständnis davon, was Sozialkompetenz ist.

Sozialkompetenz ist
die Gesamtheit der Fähigkeiten, die dazu beitragen,
in einer spezifischen Situation,
sich und was einem wichtig ist,
auf eine Art und Weise einzubringen,
die von anderen akzeptiert und respektiert wird.

Zweite Überforderung: Fülle der Fähigkeiten

Kaum ist die erste Überforderung gelöst, steht die zweite da. Sie liegt in der Frage, um diese Fähigkeiten, die in meiner Definition erwähnt sind. Es sind nämlich viele. Das Coaching-Report-Lexikon listet 31 Fähigkeiten auf, welche zur sozialen Kompetenz gehören. Bei der Karrierebibel sind es sogar 40 Begriffe.

Egal ob es 31 oder 40 Fähigkeiten sind, die es zu entwickeln gilt: du wirst dich damit überfordern. Es sind zu viele, um alle im Fokus zu haben. Was also tun?

Die 3 ultimativen Schlüssel

Jetzt kommt die gute Nachricht. Es gibt drei Themen, bei denen du ansetzen kannst. Gelingt es dir, diese weiterzuentwicklen, wird sich das positiv auf die 31 oder 40 Fähigkeiten auswirken und zu wachsender Sozialkompetenz führen.

Gleichzeitig dienen dir dir drei Themen als Gradmesser. Wenn du auf einen bestimmten Zeitraum zurückblickst und nicht dich nicht in mindestens einem dieser drei Themen weiterentwickelt hast, ist in dieser Periode auch deine soziale Kompetenz nicht gewachsen.

Nun bist du sicher neugierig, um welche Schlüssel es sich handelt. Es sind (einmal mehr) Themen aus der Transaktionsanalyse und beschreiben dort die Richtung in welche persönliche Entwicklung idealerweise geht. Ich übernehme diese Idee, benenne und formuliere in der Folge die drei Themen mit meinen Worten und setze sie in den Kontext der Sozialkompetenzentwicklung.

Und nun ist es soweit. Ich stelle dir die drei ultimativen Schlüssel vor. An dieser Stelle ganz kurz. In weiteren Beiträgen gehe ich auf die einzelnen Themen detailliert ein.

1. Schlüssel:
Achtsame Aufmerksamkeit

Hier geht es darum, das was jetzt gerade geschieht, mit deinen Sinnen wahrzunehmen. Ohne Bewertung, ohne Beurteilung.

Achtsame Aufmerksamkeit heißt, im Hier und Jetzt zu sein. Das ist gerade in der Beziehungsgestaltung ganz wichtig. Gelingt es dir, dich ganz auf dein Gegenüber einzulassen? Zu hören, was er sagt? Zu sehen, wie er es sagt? Oder schweifst du mit den Gedanken ab? Bastelst vielleicht schon an deiner Antwort, während der oder die andere noch spricht. Oder dir fällt ein, was du noch einkaufen solltest.

Achtsame Aufmerksamkeit kannst du trainieren. Dazu mehr in einem späteren Beitrag.

2. Schlüssel:
Flexibilität im Denken, Fühlen und Handeln

Ertappst du dich dabei, dich in bestimmten Situationen immer gleich zu verhalten? Dann lohnt es sich möglicherweise, bei diesem Schlüssel anzusetzen.

Du verfügst über ein großes Repertoire an Verhaltensmöglichkeiten. Es ist gut, dieses Repertoire auszuschöpfen. Im Beitrag Du hast die Wahl erfährst du, was ich damit meine.

3. Schlüssel:
Beziehungsfähigkeit

Möglicherweise spürst du jetzt bereits wieder Anzeichen von Überforderung: „Beziehungsfähigkeit. Was heißt das? Wie erreiche ich das?“

Es geht darum, mit anderen Menschen offen und aufrichtig in Kontakt sein zu können. Auch darüber werde ich in mindestens einem weiteren Beitrag mehr schreiben.

Und nun?

Du kennst nun die drei Schlüssel. Und vielleicht fragst du dich, was du jetzt damit machst. Die Entwicklung sozialer Kompetenz ist ein Training. Mit den drei Schlüsseln hast du nun drei Trainingsfelder. Wichtig ist Kontinuität. Du kannst nicht Sozialkompetenz in einem Kurs lernen und dann hast du sie. Ähnlich wie beim Training eines Sportlers braucht es ein Dranbleiben. Überfordere dich nicht damit, dass du gleich alles sofort erreichen willst.

Begib dich auf die drei Trainingsfelder. Trainiere deine achtsame Aufmerksamkeit, deine Flexibilität und deine Beziehungsfähigkeit. Ich verspreche dir: du wirst feststellen, wie sich dadurch dein Umgang mit dir selbst und mit anderen merklich verändern wird. Deine Sozialkompetenz wird wachsen, was du selbst und andere sehen, erleben und bestätigen werden.

Vielleicht hast du schon Ideen, wie du die einzelnen Themen trainieren kannst. Weitere Trainingspläne wirst du von mir in den nächsten Beiträgen erhalten.

Bist dann wünsche ich dir schon mal gutes Gelingen auf deinen drei Trainingsplätzen.


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  • 23. Mai 2019
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